Gestern …

… sagter er: „Du bist meine!“

Ich weinte.

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Blogpause

Als ob ich nochmal weg bin wirkt es hier gerade und das wird sich wohl in nächster Nähe auch nicht ändern.

Ich weiss zur Zeit nicht wirklich wie ich schreiben soll. Es passiert unheimlich viel und ich kämpfe darum mit meinem neuen Ich (oder eher dem jetzt frei gelegtem Ich) klar zu kommen. Dazu kommen noch die Änderungen in Sir`s Verhalten und unserem Alltag, die zwar possitiv sind, aber trotzdem erst mal bei mir implementiert werden müssen. Dann stehen noch unbekannte Änderungen im nicht privaten Bereich aus …

Alles in Allem bin ich überlastet und ich muss Dinge weg lassen. Ich habe lange mit mir debatiert ob ich beim bloggen ne Pause mache, letzendlich hat sich die Entscheidung einfach daraus ergeben, dass ich zur Zeit wirklich nicht gut schreibe. Das formulieren von komplexeren Gedanken fällt mir unheimlich schwer und damit ich euch nicht mit mehr Artikeln wie dem letzten beschieße (auf den bin ich wirklich nicht Stolz, aber irgendwie ging es nicht anders) werde ich mich hier etwas zurück ziehen.

Heisst nicht das ich gar nix mehr schreiben werde, kann ja sein das mich die Schreibwut unmittelbar überkommt oder ich euch nen knappen Zwischenstand mitteile oder wer weiss was …

Also bis bald, danke das ihr trotz meiner Pause hier noch ab und zu vorbei schaut.

TT

 

Ach so: Allen noch ein frohes Neues ^_^

Ich bin wieder da

Also ich war weg. Zusammen mit MiniMe zur Reha und nu sind wir wieder da.

Was ein Glück! Endlich wieder Empfang am Handy und Internet. Endlich wieder ein Zimmer für mich allein. Endlich wieder Sir.

Es ist echt viel passiert in diesen 6 Wochen. Ich hab gelernt das MiniMe und ich eine echt starke Bindung haben (ganz toll) und meine Überlastung an mir und meiner Instabilität liegt (Instabil im Sinne von viel zu schnell überlastet sein und nicht wirklich Stress aushalten können). Habe gelernt das diese Instabilität eines der Produkte meiner Erziehung und eines (des) Traumas ist. Selbiges habe ich schon mehrfach hier gestreift aber außen vor gelassen und die Reha hat geschafft was ich jahrelang zu verhindern wusste. Sie hat mir die wirklich dicke Decke die darüber lag und sämtliche Auswirkungen gedämpft/innen gehalten hat einfach mal weg genommen. Also steh ich jetzt hier mit ein paar Problemen von denen ich vorher nur die Spitzen zu spüren bekam. Hilfreich wie so eine Reha-Klinik ist hat sie dem Ganzen dann auch gleich nen Namen gegeben und mir ne weitere Diagnose … Soziale Phobie.

Inoffiziell, also nur im Therapeutengespräch, fiel auch der Begriff Ängstlich-Vermeidende-Persönlichkeitsstörung, diese Information habe ich gleich genutzt um Sir die Möglichkeit zu geben sich schon mal (via Wiki) zu belesen um nicht ganz Ahnungslos zu sein. Er hat sich das Ganze angeschaut und prompt entschieden, dass da eine führende Persönlichkeit für mich doch ganz passend wäre und sich (natürlich 😉 ) selbst angeboten. Zu dem Zeitpunkt hatte ich über so einen Schritt schon etwas nachgedacht, denn es stand von vornherein auf jeden Fall die Klärung einer anderen Sache auf dem Plan. Der Frage ob bei mir AD(H)S im Erwachsenenalter vorliegen könnte.

Für alle unter euch die diesem Thema gespalten gegenüberstehen: Ich bin offen für Diskussion, Fragestellung und allgemein anerkennendes Miteinander. Ich weiß das Informationen häufig spärlich, teilweise einfach nur falsch sind und auch wenn ich mich (durch MiniMe) seit 5 Jahren mit der Thematik AD(H)S beschäftige lerne ich immer wieder etwas Neues dazu. Also seid freundlich zueinander 😉

So, damit hab ich die Antwort ja schon vorweggenommen. Der Verdacht wurde also bestätigt und das hat mir ein ganz neues Feld von Verstehen und Möglichkeiten eröffnet. Denn wenn auch viele Sachen bei AD(H)S strittig zu sein scheinen, eines habe ich immer wieder gehört und gelesen: wirklich hilfreich (manchmal auch notwendig) sind klare Strukturen, Rituale und so wenig Ablenkung wie möglich. Also hab ich nen Plan geschmiedet was ich ändern möchte wenn ich nach Hause komme (teilweise auch schon in der Klinik ausprobiert) und das Ganze auch schon in Telefonaten angedeutet. Wir sind jetzt seit Mittwoch Abend wieder Zuhause und die letzten Tage haben Sir und ich uns viel unterhalten und Neues entschieden. Wir sind also gerade in der Implementierungsphase von „Sir übernimmt (teilweise) die Führung“.

Wir sind beide gespannt wie es laufen wird. Ich verkaufe mir das Ganze als „Sir unterstützt mich darin besser klar zu kommen“ und nicht als Anfänge von Ds, weil sich mir bei Letzterem immer noch die Nackenhaare hochstellen und ich auf Abwehr gehe. (o.O)

Damit genug für heute. Beim nächsten Mal dann mehr. TT

follow up „Wie ich Sir in den Wahnsinn treibe“

der Morgen hat so besch*** eiden angefangen. Wut, Frust, Massen an Tränen.

Dann hab ich mich entschieden das Ganze raus zu schreiben. Siehe hier. Ist allemal besser als es, wie üblich, in mich reinzufressen und weil ich was zur Aufheiterung dringend nötig hatte (und auch schon ewig hier nicht mehr gelesen hatte) hab ich mich mal durch meinen Reader gelesen. Wie üblich waren es mal wieder die Seitenspringerin und Lila die mir dabei geholfen haben mich zu zentrieren und durchzuatmen (teilweise auch anzuregen). Zwischendurch kurz mal aus dem Zimmer um was Kleines zu essen und dabei hab ich dann bemerkt, dass Sir sich schlafen gelegt hat. Ohne mir Bescheid zu sagen.

Das mag jetzt unbedeutend klingen, für mich ist es das aber nicht. Wenn Sir sich zum Mittagsschlaf hinlegt, gibt er mir Bescheid und sagt mir wann ich ihn wecken soll. Häufigerweise steht er zwar schon vorher wieder auf, trotzdem ist es ein mehr oder weniger tägliches Ritual das wichtig ist. Und heute hat er sich einfach hingelegt. Wage erinnerte ich mich, dass er mich gefragt hat ob es für mich besser wär alleine zu sein oder wenn er bei mir ist um meine Schilde wieder aufzuladen. Ich hatte mit allein sein geantwortet, mit der Einschränkung, dass das jetzt keine allgemein gültige Antwort ist. Also versuchte ich mich zu beruhigen. „Er versucht nur dir Raum zu geben um dich aufzuladen. Er ist nicht sauer auf dich.“ Ich war trotzdem enttäuscht. Um mich abzulenken und nicht irgendwo hineinzureden las ich noch ein wenig.

Als er dann aufstand kam er nicht zu mir rein um Bescheid zu sagen (Auch etwas was er immer macht. Selbst wenn wir uns gestritten haben.) und ich kam mir kurz wirklich nutzlos und weggestoßen vor. Und wusste nicht was ich machen soll. „Warum kommt er nicht rein? Bin ich so unwichtig?“ Meine Gedanken kreisten und wieder las ich weiter um mich abzulenken. Nach einer Weile (halbe Stunde? keine Ahnung ich hatte nicht auf die Uhr geschaut) klopfte Sir doch, schaute rein wie um zu sehen wie es mir geht, ich hob die Hand zum Gruß (wusste wirklich nicht was ich sagen soll) er nickte und ging wieder. Karusell der Gefühle. Er war neutral, nicht ablehnend aber trotzdem besorgt. Was meinen Gedanken unterstützte, dass er mir wirklich nur Raum geben will. Ich fühlte mich trotzdem weggeschoben, enttäuscht und wollte Aufmerksamkeit. Um den Frust einzudämmen also weiterlesen. Ein paar der Texte der Seitenspringerin in Zusammenwirkung mit meinen Gedanken brachten dann plötzlich ein Bild in mir hoch. Ich führte mich auf wie ein kleines Mädchen das seinem Papa am Jackenzipfel zupft um Aufmerksamkeit zu bekommen. Nur das ich nur in meinen Gedanken zupfte. Das plötzliche Verlangen meinen Kopf auf seinen Schoss zu legen, so dass alles wieder gut wird (sehr kindlicher und sehr starker Gedanke in diesem Moment) war so groß und ich zu erschöpft um darüber nachzudenken, dass ich ihm nachkam.

Ohne ein Wort zu sagen ging ich zu ihm, kniete mich vor im hin, legte meinen Kopf auf seinen Schoss und streichelte ihn, wie um ihn zu beschwichtigen. Mir war zwar klar, dass es gar nicht notwendig war, aber ich hatte trotzdem das starke Bedürfniss danach. Seine kraulende Hand in meinem Haar war ein sicheres Zeichen das er mit der Situation klar kommt aber irgendwie war es noch nicht genug für mich. Also ließ ich meine Hand immer weiter in die Mitte wandern und dachte überhaupt nicht nach.

Das ist super selten für mich (bin halt ne Frau) ich analysier immer alles was nur geht, jede Regung, jedes Verlangen das in mir hoch kommt pflücke ich auseinander. Klar das da kaum etwas überlebt oder ich es auslebe. Diesmal hatte ich aber kein Verlangen zu analysieren, konnte alles was ich tat ganz unbeeindruckt (eigentlich das falsche Wort dafür) beobachten und einfach handeln.

Ich merkte dann auch wie Sirs Hände kräftiger über meinen Kopf rieben und wollte wirklich wirklich fragen „Darf ich?“ Da stoppte meine Gelassenheit kurz. „Will ich das wirklich fragen? Will ich mich so erniedrigen?“ aber das Gefühl weitermachen zu wollen war so stark das ich tatsächlich zu ihm hoch schaute und fragte. Was für ein klassischen Bild: Frau/Sub kniet zwischen den Beinen des Sir`s und bittet darum ihn berühren zu dürfen. Sir bejahte und ich machte mich ans Auspacken. Mit ein paar Scherzen über Schwierigkeitsgrade von Gürtel und Knöpfen.

Sehr viel in`s Detail geht ich jetzt nicht, hier gehts ja eher um Sir als um mich. Wenn er das teilen möchte ist das seine Entscheidung. Was mir aber noch wichtig ist: Sir kommt nicht sehr einfach und ist auch der einzige Mann den ich (intim) kenne, der nicht viel für einen Blowjob übrig hat. Das ist wirklich anstrengend und im Nachhinein ist mir auch klar, dass wenn er heute nicht gekommen wär (Spoiler 😉 ) es mich direkt zum morgentlichen Problem zurück geschleudert hätte + der Scham ihn nicht zum Kommen gebracht zu haben. Was ein Glück …

Mit Hand und Mund, viel Lust zu spielen und zu reizen und erstaunlicher Abwesenheit von meinen sonstigen Problemen mit Haaren und Geruch (ist ein generelles Problem) brachte ich Sir zum Kommen. Seine Augen waren leicht gekreuzt als er mich wieder ansah *stolz auf die Schulter klopf* und er war fast so schlecht auf den Beinen unterwegs wie ich. Nur fast weil er noch stehen konnte, ich aber nicht. Meine Beine waren so heftig eingeschlafen das ich nicht in`s Bad laufen konnte.

Ich überlass es eurer Phantasie euch auszumalen wie ich zum Waschbecken kam 😀 Das Ganze endete also mit nem heftigen Lacher (ich bin ja wirklich gut darin über mich selbst zu lachen) und meiner Erleichterung darüber etwas richtig gemacht zu haben.

Das ich diesen Teil jetzt auch noch geschrieben habe, liegt daran, dass ich das Gefühl hatte, dass es wirklich wichtig ist und jetzt wo ich fertig bin merke ich um wieviel leichter ich mich fühle. (Und das obwohl es inzwischen regnet und ganz doof grau draußen ist). Irgendwas richtiges ist passiert, wahrscheinlich werde ich es in den nächsten Tagen verstehen … oder auch nicht.

In diesem Sinne. Beim nächsten Mal mehr. TT

 

Wie ich Sir in den Wahnsinn treibe

Es gibt solche Phasen in denen mir alles zu viel ist, in denen ich keine Entscheidungen treffen kann, weil ich schon alle Kraft darauf verwende nicht um zu kippen. Wenn das was mich überlastet/beschäftigt so heftig um mich/in mir herumwirbelt, dass ich nichts anderes sehen kann.

In solchen Momenten ziehe ich mich zurück, versuche zu ordnen, meine Schilde/mich wieder auf zu laden und wenn beides nicht geht, einfach nur weg zu sein und nicht nachdenken zu müssen. Wenn mir Sir dann eine Entscheidungsfrage stellt bin ich nicht in der Lage zu antworten. Ich weiß nicht was ich will, ich kann ja nichts sehen. Also trifft er die Entscheidung.

Und dann (nicht immer) kommt der Moment in dem ich erkenne, das war es nicht was ich brauchte. Manchmal brauche ich dafür ein paar Stunden, teilweise sogar Tage, manchmal spüre ich sofort die Enttäuschung, die mir ganz unmissverständlich sagt: Das wars nicht! Das ist dann der Moment in dem das richtige Dilemma beginnt. Was mach ich jetzt? Ich hab ihm die Entscheidung überlassen und da er die Entscheidung mit meinem Wohl im Sinn getroffen hat, greife ich ihn doch an wenn ich ihm jetzt sage, dass es falsch war. Außerdem habe ich doch gesagt ich kann nicht sehen was ich will und jetzt sehe ich es plötzlich doch? Das geht so nicht. Also entferne ich mich. Frustriert, wütend, traurig über ihn und mich. Weil er nicht sehen konnte was ich brauchte und weil ich es auch nicht sehen konnte oder wollte und meine Klappe einfach nicht aufbekomme.

Also verkrieche ich mich und wenn Sir bemerkt hat, das etwas bei mir nicht stimmt, dann kommt er hinter mir her und fragt nach. „Warum hab ich das Gefühl das ich etwas falsch gemacht habe?“

„Weil du hast!“ will ich schreien.

„Geh weg! Lass mich in Ruhe!“ will ich schreien.

Aber eigentlich will ich das er mich in den Arm nimmt und alles verjagt was mich quält. Will das er mich hält während ich innerlich und äußerlich um mich schlage und alles zerstören will.

Aber ich bleibe still. Weil er gehen würde. Weil er auf jedes meiner Worte in so einer Situation hört, nur um mich nicht noch weiter zu verletzen. Nur um das was in mir wütet nicht noch zu füttern.

Irgendwann kommt dann der Punkt an dem ich es nicht mehr aushalte, dass er zwar da ist, aber nicht den letzten Schritt macht, den ich bräuchte. „Ich kann dir nicht sagen was ich gerade brauche, weil es dann hohl und bedeutungslos wäre.“ sage ich, schlage ihn damit vor den Kopf und frage mich ganz tief drinnen, warum ist das eigentlich so? Warum fühlt es sich hohl und bedeutungslos an. Warum will ich das es ausschließlich von ihm kommt? Die Antwort fühlt sich arrogant und vermessen an.

Ich will das er mich versteht und weiss wie er mich behandeln muss. Denn wenn er das nicht tut, heisst das dann nicht das ich nicht wichtig genug bin um verstanden zu werden? Heisst das dann nicht das ich zu freakisch bin, so weit weg von seinem Verständniss?

Im Englischen würde man mich als high maintenance bezeichnen. Also treibe ich Sir und mich langsam aber sicher in den Wahnsinn. Sir, weil meine unausgesprochenen Forderungen zu hoch und eben unausgesprochen sind. Mich, weil ich ihm schade und mich dafür hasse.

Grau

Also der Himmel ist grau. Das Wetter hat mich schon immer beeinflusst, deswegen bin ich auch definitiv ein Sonnenmensch. Richtig scheiße finde ich es, wenn ich morgens von einem blauen Himmel mit Sonnenschein und ein paar hübsch, schafigen Wölkchen geweckt werde und wenn ich dann aus der Dusche trete alles schön einheitlich grau ist … und auch fast den ganzen Tag bleibt. Zum k…!

Letzte Woche war anstrengend und diese Woche ist bei mir Akkuaufladen angesagt. Also viel Ruhe, schöne Musik und jede Menge Basteln/Handarbeit. Mit den Händen arbeiten hat mich schon immer beruhigt.

Die chillstep playlist von MixHound ist wirklich zu empfehlen, vorallem die Mixe 9 bis 13. Ich hör sie die letzten Tage rauf und runter.

Oh ha, als hätt sie`s gelesen scheint mir grad die Sonne auf den Bildschirm. Schön dich zu sehen ^.^

Beim nächsten Mal mehr. TT

Schmerzen

Ha es geht also doch. Mirakulöserweise ist der Artikel doch wieder aufgetaucht. Hier also einen Tag später 😉

Wie ist das wenn ich über etwas schreiben will und es dann auf die lange Bank schiebe? Genau. „Scheiße, wie war das gleich noch mal?“ Also diesmal etwas kurz und stellenweise eher flach, dafür aber an anderer Stelle ziemlich tief.

Wir hatten ja eingekauft. Also war mir klar, nächste Session wird uhm ja, aufregend, nunja, nervös, abwechslungsreich, mal sehen, bin gespannt, hab auch Angst, puh! Nun, ich hatte Recht.

Erster Teil war „aufwärmen“. Also eine Runde Flogger und dann ein paar vorsichtige Schläge mit der Gerte. Schauen wie Sir damit klar kommt, wie ich damit klar komme. Das Gefühl war interessant, aber zu sanft um wirklich zu sagen ob es mir zusagt oder nicht. Wir tasteten uns vorsichtig ran und noch mochte ich die Gerte 😉 Dann wendete Sir sich meiner Front zu, mit dem Flogger nicht der Gerte. Das mag ich ja nicht so besonders. Ich mag den leicht stechenden Schmerz an den Brüsten und Sir freut sich sehr darüber, das man das wirkich sehr gut sehen kann was der Schmerz mit mir anstellt, ich hab aber auch Angst vor Schlägen. Ich kann nicht mit sich schnell bewegenden Händen/Gegenständen vor meinem Gesicht umgehen und dummerweise hilft auch das Augen schließen nicht. Ich spanne massiv an, zucke fürchterlich auch wenn es nicht wehtut. Es nimmt mich geistig arg mit, deswegen machen wir es auch seltener als Sir gerne möchte.

Dann gabs nen Ortswechsel, ab in`s Bett. Sir hatte offensichtlich einiges vor. Zuerst kamen wieder die Nippelklemmen. Diese Schraubdinger (ja ich mag sie nicht besonders) waren ja beim ersten Versuch einfach mal abgerutscht. Jetzt da ich auf dem Rücken lag freute sich Sir wie ein Kind das sie diesmal nicht einfach abgehen könnten. Und die Gerte kam wieder zum Einsatz. Wieder vorsichtige Schläge, mehr kleinere Stupser mit langsamer Steigerung. Ich schloss die Augen und versuchte mich auf die Schmerzen und das Kribbeln und die kleinen Stichflämchen in Richtung zwischen meiner Beine zu konzentrieren. Das klappte ganz gut bis … Autsch. Großes Autsch. Gerte und Nippelklemme wollten wohl miteinander und ich war dazwischen. Böse eingeklemmt. Sir entfernte das gemeine Metalding schnell, ich missachtete meine Anweisung auf stillhalten und hielt meine Brust und nach ner Minute schaute ich nach und sah den wundervollen Bluterguss. Na toll. Direkt in der Mitte also da wo auch die Klamotten reiben würden. Mist.

Bevor ich anfangen konnte mich in meinen Missmut hineinzusteigern beruhigte Sir mich, entschuldigte sich und machte weiter. Ziemlich zielstrebig und ich war ziemlich schnell wieder dabei als er den Bodywand hervorholte. Sofortige Aufmerksamkeit von mir. Auf das Teil war ich ja wirklich gespannt, also so wirklich wirklich. Ich hab ja so einige Probleme wenn es um Sex geht. Eines der größeren ist, dass ich nur sehr schwer kommen kann und mich gleichzeitig damit sehr unter Druck setze. Ich weiß das das genau die falsche Reaktion ist, abstellen kann ich sie aber trotzdem nicht so einfach. Vorallem weil es nicht so ist als ob ich keine Erregung fühlen würde, ganz im Gegenteil. Ich hab Spass, fühle die Erregung steigen und dann, kurz bevor ich komme, bamm alles weg. Wie gelöscht. Das ist äußerst frustrierend und hat schon in mehr als einem Fall zu Wutausbrüchen meinerseits geführt und natürlich auch meinen Schatz/Sir verunsichert. Also hat er sich ein Ziel gesetzt und Midnight (der Bodywand) war nun ein weiterer Versuch dieses Ziel zu erreichen. Was soll ich sagen, er war erfolgreich. Und weil mein Sir nunmal Sir ist hat er gleichmal weitergemacht oder schlichtweg nicht aufgehört und mir bewiesen, dass ich, entgegen meiner Überzeugung, doch ziemlich schnell noch einmal kommen kann. Bevor Sir von mir ablies war ich nichts weiter als ein zitternder Haufen, mein einziger Gedanke „Oh my god!“. Mehr! Stop! alles auf einmal und sonst nix. In dem Moment hat er mich wirklich komplett in der Hand gehabt (Diese Erkenntnis kam mir übrigens erst jetzt beim schreiben.)

Danach konnte ich ne ganze Weile nix anderes als zittern und schluchzen, weinen und lachen gleichzeitig. Totaler Overload. Bis jetzt weiß ich immer noch nicht wie ich darüber fühle. Ich werd zittrig nur beim Gedanken daran, will es unbedingt nochmal und hab gleichzeitig Angst davor.

Um nun die Runde zum Titel zu schlagen: Die Auswirkungen waren in mehrfachre Hinsicht schmerzhaft.

  • Der Bluterguss schmerzte gut 4 Tage, wobei ich am ersten Tag tatsächlich jede Bewegung des Stoffes unangenehm spürte. Ich bin mir jetzt ziemlich sicher, das ein Brustwarzenpiercing nichts für mich ist.
  • Am nächsten Tag wachte ich mit nem unglaublichen Muskelkater in den Beinen auf 😀
  • Der bittersüße Schmerz über die Erkenntniss, dass ich zweimal hintereinander kommen kann und es erst jetzt herausgefunden habe und die Frage warum zum Teufel ich Angst davor habe das noch einmal zu erleben.

Beim nächsten Mal also mehr. TT